Die Anwesenheit von Distanz

Die Zeiten wollen es so. Distanz muss da sein und diese wird im Umgang auch eingehalten. Trotzdem, oder gerade deswegen, können Fotos entstehen, die gefallen, berühren.

Vorgeschichten gibt es immer, jeder trägt etwas mit sich. Und doch können Fotos zeigen, sie lassen sich erkennen und entdecken.

Kürzlich durfte ich Simone fotografieren. Auch sie hat ihre eigene Geschichte….

Mit Laura….auf Distanz

Turbulente Zeiten, was hat sich die Natur dabei wohl gedacht? Den jetzt kommenden Frühling sorgloser zu genießen wäre auch nicht schlecht gewesen. So bleibt vorerst nur dem Licht und der Zeit ein ordentliches „Cheers!“ entgegen zurufen. Dann los….

Kürzlich stand Laura vor meiner Kamera. 2,3 Anläufe brauchten wir wohl bis jetzt ein Termin stand. Egal! Etwas Abwechslung, auf Abstand.

Für diese Zeit im Moment habe ich noch keinen Titel gefunden. Gelangweilt hat mich die Zeit bis heute nicht. Und glücklicherweise weiß ich nicht was da jetzt noch kommen wird. Gut so. Es scheint aber erstmal alles etwas länger zu dauern, und anders zu werden.

Mal was mit Farbe

Machmal darf es auch mal Farbe sein, hat man mir gesagt. Nun ja, das soll ja das Problem nicht sein, zumal die Roh-Daten der Nikon eh in Farbe vorliegen. Hinzu kommt zu diesem Thema noch eine immer wiederkehrende Monochrom-Diskussion, Doris irgendwann ist es soweit.

Rot sollte dabei sein…und grün! Und Regina dabei! Herrlich….

Begegnungen

Kürzlich im Februar traf ich Lea. Die Sonne stand schon tief und wir wollten bei Tageslicht noch Fotos im Atelier machen.

Es war unser erste Begegnung. Wenig Zeit bleibt dann gegenseitig einen Draht zu finden.

Natürlich ist auch etwas Aufregung dabei, vielleicht sogar auf beiden Seiten. Mir liegt immer daran, dass das Model sich selber mitbringt, keine Show spielt und sich nach wenigen Augenblicken selber findet. Zumal ich ihr dann auch mit der Kamera zeigen kann: hier, das bist Du, so kennt man Dich.

Niemand braucht irgendjemand zu sein, der er oder sie nicht ist. Bei meinen Shootings passiert das quasi von ganz allein.

Why I am here……

Lea hatte sich extra für die Mittagszeit organisiert. Unkompliziert, einfach war es wieder…und warum sollten die Fotos jetzt lange einfach nur auf der Festplatte liegen? Ich bin ja auch der Meinung, dass ein Foto erst fertig ist, wenn es ausgedruckt in den Händen liegt….demnächst dann.

Lea zum Zweiten

Tatsächlich war es schon (erst) sieben Tage her, dass Lea und ich unsere erstes Shooting hatten. Ganz klassisch, in für die letzten Wochen gewohnter Umgebung für mich. Kurzerhand haben wir uns wieder verabredet, draußen, endlich wieder raus, auch aus der Komfortzone.

Etwas vorbereitet war ich, Lea natürlich auch. Zusammen haben wir eine kleine Bühne erschaffen. Ihr Auftritt: authentisch, einfach, ohne viel Schnickschnack. Da fällt es dann leicht Fotos zu machen, einfach so, ebenfalls ohne viel Schnickschnack.

Nach 45 Minuten haben wir uns verabschiedet. Bis demnächst….-

Lea

Es gibt immer diese Momente die einen abholen. Mal ein neues Gesicht vor der Kamera, mal das erste Shooting überhaupt. Und sind wir mal ehrlich: diese Momente bleiben in Erinnerung, zumal ein paar Fotos diesen Moment in der Zeit bleibend dokumentiert.

Lea stand kürzlich nachmittags vor meiner Kamera. Die Sonne stand schon tief, das Licht wurde weniger. Im Gespräch sind Fotos entstanden, einfach so, mit Atmosphäre, sichtbar….

Gone with the wind

Etwas melancholisch kann man da schon werden, 1. Februar, 12 Grad, Regen, Regenpause….

Das Wetter hatte es dann doch geschafft, dass Sarah und ich einen kleinen Spaziergang an der Elbe unternommen haben. Die beiden Nikon‘s waren dabei: digital und analog, pur auf Film….die Ergebnisse folgen dann noch.

Vorweg ein paar Fotos….gone with the wind.

Erinnerung

Erinnerung….

….und sie stand am Fenster als sei sie aus einem Text von Doris Kohlhas entsprungen. Die Welt scheint für einen Moment etwas ruhiger.

Das sind die Worte und meine Fotos dazu. Farbe braucht es nicht…

„Erinnerung

Stumm sitze ich hier

in den Gedanken

nicht endender Träume,

die  in die Vergangenheit hineinrufen.

Ich glaube,

deine Stimme zu hören

dein Lachen,

das die Nacht vertrieb.

Ich sehe aus dem Fenster.

Leise fällt der Schnee auf den Weg.

Wird er auch meine sehnsuchtsvollen Erinnerungen verdecken?

Bist du glücklich?

Ich kann mich an dein Lächeln erinnern,

obwohl dein Gesicht sich langsam auflöst

wie der Schnee an meinem Fenster.

Ich weiß noch,

du hattest blaue Augen

oder waren sie grün?“

Text: www.yodoko.de