Erinnerung

Erinnerung….

….und sie stand am Fenster als sei sie aus einem Text von Doris Kohlhas entsprungen. Die Welt scheint für einen Moment etwas ruhiger.

Das sind die Worte und meine Fotos dazu. Farbe braucht es nicht…

„Erinnerung

Stumm sitze ich hier

in den Gedanken

nicht endender Träume,

die  in die Vergangenheit hineinrufen.

Ich glaube,

deine Stimme zu hören

dein Lachen,

das die Nacht vertrieb.

Ich sehe aus dem Fenster.

Leise fällt der Schnee auf den Weg.

Wird er auch meine sehnsuchtsvollen Erinnerungen verdecken?

Bist du glücklich?

Ich kann mich an dein Lächeln erinnern,

obwohl dein Gesicht sich langsam auflöst

wie der Schnee an meinem Fenster.

Ich weiß noch,

du hattest blaue Augen

oder waren sie grün?“

Text: www.yodoko.de

Viaggio – parole vere – ein Bildband

Ein Buch mit meinen Bildern umzusetzen, mal die vielen Bilder von der Festplatte ein einem Buch festzuhalten war die Idee.

Als Liebhaber von Bildbänden mag ich dieses ultimative Endergebnis fotografischer Tätigkeit. Auswahl, Layout, der gesamte kreative Prozess für ein solches Werk war komplettes Neuland und irgendwie auch nicht so meine Show. Entsprechende Software unterstützt allerdings bei der Gestaltung, gut so!

Letztendlich ist vieles aus dem Standard gewählt. Cover, Papier etc. Schwarzweiß war klar, fertigstellen und los!

Das Buch dann fertig in den Händen zu halten ist ein besonderes Gefühl. Natürlich ist alles sehr individuell, aber halt auch ein kleines Aushängeschild. Wichtig war es mir mit diesem kleinen Projekt auch etwas Erfahrung zu sammeln. Und in meinen Augen ist hier auch etwas anständiges entstanden.

Die Fotos sind von mir, alles andere ist Teamarbeit. Ich habe zwar Regie geführt, aber ohne Euch vor meiner Kamera wäre es niemals so schön geworden.

Ein Bildband ist eine feine Sache, ein eigener Bildband ein richtig tolles Gefühl. Bilder machen wirklich erst glücklich, wenn sie gedruckt sind!

Spät-Herbst

Und dann sitzt man am Fenster und schaut in den Spät-Herbst. Fast ist auch dieses Jahr wieder vorbei. Viele Stationen waren es wieder. Mit dem Finger lege ich mir die kleinen Mosaiksteine aus 2019 zurecht, Bilder, Ansichten ändern sich. Ich mag diese Zeit.

Masken halten nicht. Man kann sie tragen, ebenso wie Hüllen. Es hält aber alles nicht, weil man es nicht selber ist.

8 Uhr Nebel

Der Nebel hat den Tag geweckt. Er hat seine eigene Akustik, in Richtung 0 Dezibel gehend. Tage im Nebel schenken eine herrlich lyrische Liebesbeziehung. Zu um 8 Uhr machte ich mich auf dem Weg Richtung See. Ein angenehm graues Gefühl von Melancholie führt zu Szenen, in der rauchende Gestalten am Ufer sitzen. Ihnen einfach zu prosten….ich in meiner zerschlissenen Jeans, im Norweger-Pullover.

Ähnlich war es immerhin an diesem ersten Tag im Dezember. Ohne Theatralik, keine Menschenseele um diese Zeit hier, herrlich.

Hermann Hesse ruderte vorbei und erinnerte mich noch an Worte:

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

Zoya

Das November-Wetter suchst Du Dir nicht aus. Du magst es oder magst es nicht. Du fragst Dich höchstens, warum es Dich überhaupt raustreibt. Die letzten Tage haben wir immer wieder auf die Wetter-App geschaut, mindestens trocken sollte es ja sein. Und 8 Grad war es ja auch kaum auszuhalten…von Wind her jetzt.

Zoya hatte mich angeschrieben. Ein paar Posing-Vorschläge habe ich ihr gegeben. Und das Wetter war dann doch gar nicht mal so schlecht….naja.