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Fotografie Nachgedacht

Nähe und Ferne……Vertigo

Wenn ich um 16 Uhr nicht mehr das Licht anmachen muss und ich beim Blick auf den Kalender sehe, dass die ersten Februartage schon abgelaufen sind, wird es Zeit aus liegengebliebene Kram eine kleine Geschichte zu formen.

Filmstreifen aus der Vergangenheit liegen noch rum, die eingescannten Fotos lassen klangvolle Momente erinnern. Zusammengestellt tanzen vor dem Auge der Erinnerung kleine Geschichten zum zweiten Mal, bieten fast mehr Freude als beim ersten Mal.

Nähe erkennen, Ferne sehen, Brücken verbinden, in Übersee gleiten….schwindlig, Vertigo.

Viel zu kalt ist es im Moment. Melancholisches, etwas düsteres Schwarz-Weiß gibt auch mal Chance, ohne Hemmungen eine Träne im Auge zu haben.

Und irgendwo geht Bono über eine Brücke und singt:

„I’m at a place called Vertigo“….herrlich

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Nachgedacht

Die Anwesenheit von Nutzen

Diese Tage in denen wir gerade Leben werden werden als dicker roter Strich in jeder Vita stehen. Und wir werden von der Zeit vor und nach Corona sprechen. Aus der Party der Globalisierung ohne Grenzen ist nun doch etwas kleineres, überschaubares geworden. Die Natur zwingt uns über alles in Ruhe mal etwas genauer nachzudenken. Deutlich wird jetzt, was wirklich wichtig ist. Dazu die deutliche Erkenntnis, das wir wirklich sterblich sind und die mahnende Aufforderung einfach mal nach Hause zu gehen und dort auch eine Weile zu bleiben.

Eigentlich doch mal ganz nützlich…und verbunden mit der Hoffnung und der Freude, dass ich „danach“ Umarmungen und Freundschaften ganz neu und anders anfühlen werden.

Sehnsucht ist menschlich und Veränderungen können ausgehalten werden…weiter geht es!

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Fotografie Nachgedacht

Warum bin ich eigentlich so ein guter Fotograf?

Irgendwo ist die Antwort auf diese Frage ganz einfach.

Ich habe Fotobücher studiert, vornehmlich von meinen Helden Peter Lindbergh. Als Grundlage, Bildidee….all die Dinge dann im Kopf gelöscht und selber „gemacht“. In Schwarzweiß, ohne Photoshop. Wer mich kennt weiß dass ich immer sage: „ Das Foto soll schon mit der Aufnahme fertig sein. Keine Nacharbeit….schließlich haben wir Weihnachten alle schon was vor!“

Aber auch, und besonders wichtig, ich lasse jedem vor meiner Kamera sein, ihr Gesicht. Wenn es eine Geschichte erzählt, prima! Und so bleibt das Gesicht dann auch! Ich weiß, dass ich das Gesicht immer finde. Dafür ist Vertrauen und eine Art Nähe wichtig, sodass am Ende nur das Licht zwischen uns ist. Und so das Foto entsteht….

Zur Provokanten Frage von oben in der Überschrift zum Schluss ein einfaches „Danke!“ an all die tollen Menschen die ich so kennenlernen durfte!

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Fotografie Nachgedacht

Momentaufnahmen

Ein paar Momentaufnahmen. Einfach eine kleine Serie ohne große Geschichte. Kontrastreich, in Schwarzweiß. Hier hat ein einzelnes Bild Kraft, es stellt da, vielleicht impliziert es auch was.

Wie immer ohne große technischen Aufwand. Die Begebenheit mit der Kamera aufgeschnappt und weiter. Kontrolle über das Geschehen gibt es dabei fast keine. Wichtig ist, dass am Ende immer etwas wahrhaftiges steht. Unscharf, undeutlich, schräg….ist doch eigentlich dann egal.

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Entzugserscheinungen

Worte sind eine schöne Sache. Man hat sie immer zur Hand, kann sie zusammenstellen und ihnen tiefen Sinn und Gefühl verleihen. Doris kann das….

Es war Ende Februar, der Blick nach draußen zeigte konstant Regen und Sturm an. Das Kaleidoskop vermochte noch nicht ganz die Farben des Frühlings anzuzeigen….die Zeit kam aber!

Zu den Worten eine Annäherung….mit Fotos.

Text: http://www.yodoko.de

Model: Mitra Eisenhardt

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Begegnungen

Kürzlich im Februar traf ich Lea. Die Sonne stand schon tief und wir wollten bei Tageslicht noch Fotos im Atelier machen.

Es war unser erste Begegnung. Wenig Zeit bleibt dann gegenseitig einen Draht zu finden.

Natürlich ist auch etwas Aufregung dabei, vielleicht sogar auf beiden Seiten. Mir liegt immer daran, dass das Model sich selber mitbringt, keine Show spielt und sich nach wenigen Augenblicken selber findet. Zumal ich ihr dann auch mit der Kamera zeigen kann: hier, das bist Du, so kennt man Dich.

Niemand braucht irgendjemand zu sein, der er oder sie nicht ist. Bei meinen Shootings passiert das quasi von ganz allein.

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Zeit….und zwar von der guten Sorte

Lachende Abende und immer wieder gut gemeinte Grüße auf dem Teller beim gemeinsamen Essen.

Die Jahreszeit ist schön und erfordert bestimmt etwas Abstand, um sie dann wirklich ausreichend zu würdigen.

An einigen Stellen befreit zu denken tut gut. Wenn auch anstrengend….mindestens solange man noch nüchtern ist, das Leben lächelt in dem Moment und schenkt im Gegenzug Zeit.

Fernab von irgendwelchen Facebook-Algorithmen, WhatsApp-Chats wird Leben serviert, genau vor die Füsse! Hier, bitte! Auf den Rest zu achten und sich der Sinnlosigkeit von Reichweiten Gedanken zu machen, dafür auf irgendwelchen Zügen aufzuspringen…no way! Keiner dieser Gedanken in der sozialen Medienwelt ist wichtig, auch nicht für das System. Es kennt Dich einfach nicht…

Anders bei Tisch. Der Moment ist da, real. Wohlgefüllte Wein-Gläser in die Höhe. Da greift kein Algorithmus. Sind wir mal ehrlich: Leben ist nichts für Anfänger. Es gibt aber immer die Möglichkeit des Glücks! Cheers….

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Wunderbare Zeit

Sommer ist da. Ohne Frage. Und zum Glück kriegt man die Frage ja auch gar nicht gestellt. Licht von morgens bis abends! Und das in unseren Breiten. Immerhin entstehen so viele lachende Gespräche und der eine oder andere Vino schmeckt auch besser.

Maren hat mal wieder wundervoll abgeliefert. Gegenseitig applaudieren wir uns zufrieden. Die kleinen Dinge halt…und die angenehme Freundschaft.

Ach….und meinen Schatten habe ich auch noch bekommen..

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Nachgedacht

Zeit – von der guten Sorte

Irgendetwas liegt manchmal vor den Füßen: Termine, Verpflichtungen, Meetings hier,  Mails dort, Infos früh, spät, am Wochenende und und und….

Was soll‘s! Man kann ja mal eben schnell….so geht das dann oft, ohne einfach mal „Stop!“ zu sagen!

Und was passiert dann? – also wenn „Stop!“ gesagt wird – Das Leben lächelt und schenkt Zeit – von der guten Sorte! Eine Zeit die da ist, gefühlt und erlebt wird. Zeit unabhängig von Outlook. Zeit, die die 25. Stunde zulässt, die Stunde außerhalb.

In Summe wird aus dieser Zeit dann ein Tag, Tage, Wochen…. Die Wichtigkeit im alten System verblasst und die Erkenntnis kommt, dass man da eh nur eine Reihenfolge von Bits und Bytes war, ohne Belang, ohne Wichtigkeit….eigentlich.

Und am Ende des Tages reicht am Abend dann Vino, ein gutes Gespräch und etwas Feuerschein….unterm Sternenhimmel!DSC_0286

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Klarheit (II)

Da sitzt man nun an diesem sonnigen Sonntag, nach viel Vino am Vorabend und doch mit vielen lebendigen Gedanken jetzt!

Müsste ich die letzten Tage in ein Wort pressen – spontan würde ich mich für „Klarheit“ entscheiden.

Mal kein abgehobenes Fremdwort-Ejakulat – sondern eher das Ungetrübtsein eines transparenten Mediums….als physikalisch betrachtet. Auch die Philosophie macht sich Gedanken zur Klarheit. „Unsere einfachen Vorstellungen sind klar, wenn sie ebenso sind, wie die Gegenstände selbst, von denen man sie empfängt….“ – naja, das trifft die Situation doch ganz gut!

Ganz nebenbei war ich mal wieder mit Martina unterwegs – klar, dass wir ne gute Zeit hatten.

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