Wer bist Du, wenn Du niemand sein musst?

Ja, dieser Sommeranfang ist schon merkwürdig, etwas Abstand brauche ich da schon. Später dann, in der Nachbetrachtung ist dann vieles vergessen. Gerne würde ich endlos lachend Abende erleben. Wurst vom Grill…kühles Bierchen mit einem gut gemeinten Gruß!

Ich checke mal kurz…egal wie das Wetter ist…ich werde bald 50! Oh Gott….vielleicht sollte ich mich mal für eine Weile verziehen…Töpfern am Meer. Ich mag es sehr auf’s Wasser zu schauen….diese schönen Dinge macht man viel zu wenig!

Fragen stellen, Fragen sind wichtig! Wie schon mal gesagt: „Es kommt nicht darauf an wer Du bist, sondern was Du sein willst:“ Dieser Satz kommt von Paul Arden! Wichtig ist, dass diese Erkenntnis kommt…egal ob früher oder später! Sich und die Umgebung etwas in Frage zu stellen…vielleicht geplatzte Ideen erkennen. Aus irgendeinem Grund sich an etwas klammern….Shit, aus heutiger Sicht!

Ich glaube nicht, dass es Sicherheit im Leben gibt! Oft gilt es Dreck und Schmutz von den Knien abzuklopfen…und weiter geht es!  Jeder Tag erfordert Veränderungen, Reaktionen auf die äußeren Bedingungen. Leben leben, ohne Vollkasko…nicht naiv sein….das hat die eigene Existenz doch verdient!

Und ganz nebenbei trifft man Menschen wieder….TB8_9071

Als mir am frühen morgen eine Spinne vor den Augen hing und ich mir dann dachte, dass ich mal aufstehe

Bei einem Blog geht es ja auch um Selbstdarstellung. Fast peinlich kann das ja sein, Fotos machen ist da viel einfacher. Und bei einem Glas Rotwein kann man sich ja auch mal schnell ein Stück Korken von der Zunge pulen, auch wenn das dann scheisse aussieht. Die Zunge ist dann eh gelöst und ein zweites Fläschchen Vino führt dann eh in die richtige Richtung.

Zeit geniessen ist das Stichwort. Nicht irgendwelchen Likes und Followern hinterher zulaufen, sondern auf die richtige Währung im Leben zu achten. Und jedem Tag die Lust zu haben, sich den Rest vorzustellen. Vom Leben und so…. auch mit all den Bocksprüngen…und dabei auch mal mit den Eier hängen zu bleiben. 

Und die Geschichte mit der Spinne…egal! Immerhin sind Spinnen ein Zeichen dafür, dass es dem Haus gut geht, in dem wohnst, Zeit verbringen darfst.

 

TB8_8752

Lieber Blog

Das schöne an einem nahezu unbekannten Blog ist….ich kann schreiben was ich will! Frei weg….niemand folgt oder muss meiner Gedankenwelt folgen!

Auch unter diesen Umständen ist ein Stück Gelassenheit da…und vielleicht doch auch etwas Aufmerksamkeit. Mindestens bin ich aufmerksam zu mir.

Eine EU-Verordnung, die fast alles lähmte, in x-Gruppen aufgerissene Augen Emojis. Zu irrelevanten Meinungen bilden sich x-Seiten Meinungsergüsse.

Und dann plötzlich fällt der Blick aufs Meer. Sofort ist das Ankommen da, das mit einem kleinen „Cheers“ unterstrichen wird. Laptop und Facebook werden auf Distanz gehalten. Spüren, sehen, fühlen…mit allen Sinnen. Füße im warmen Sand und sie sich im nächsten Augenblick vom kühlen Wasser umspielen lassen. Ganz allein ist man bei solchen Momente dann nicht. Freigeschaufelte Zeit, kostbar, geborgt….

Demnächst bin ich wieder unterwegs. Ein Shooting mit Vertrag, muss ja jetzt sein! Egal….ich freue mich! 

DSCN1812

Mehr Meer und genau das richtige Tempo

Ein Großteil meiner Zeit investiere ich dafür viel zu tun zu haben. Warum eigentlich? Diese Frage sich zu stellen lohnt bestimmt. Und man kann sie sich stellen irgendwo an der Ostsee, die Füße im warmen Sand vergraben, herrlich sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, der Blick in die Weite, die Sehnsucht nach mehr Meer direkt erfühlen. Alles was dann über diesen Moment hinausgeht mag ich gar nicht. Eine Loop-Funktion muss her…..im dem Moment dreht sich der eigene kleine Heimatplanet im Gleichgewicht.

Völlig versandet geht es irgendwann zurück. Ein solcher Moment reicht zum Glück. Hat er doch genau das richtige Tempo und legt nicht zu viel vor die Füße. 

Noch ein Blick auf das Display der Kamera, durch die Bilder des Tages blättern. Warum? Keine Ahnung….weil ich ja einen Großteil meiner Zeit dafür investiere viel zu tun zu haben….unsinnig….eigentlich..

 

Ein Shooting und sie war nackt

Somit habe ich mal eure Aufmerksamkeit! Richtig?! Die Überschrift ist natürlich quatsch aber man muss sich ja mal was einfallen lassen!

Aufmerksamkeit….nicht nur einfach Fotos wegwischen. Dahinter steckt auch eine gewissen Ökonomie. Zahlungen bei Facebook um x-tausend fotointeressierte Menschen in der Region zu erreichen gehört bestimmt nicht dazu. Eher mal wieder Bilder vom Display in die Hände des Betrachters zu transferieren. Dadurch entsteht Aufmerksamkeit durch bewusstes Erleben, speziell wenn ein Print in den Händen gehalten wird.

Aus dem letzten Shooting mit Ana ist diese Aufmerksamkeit wieder entstanden. Wir sollten mal wieder zusammen los, Ana! Eine „Story“ haben wir ja jetzt….und Aufmerksamkeit dann auch….

Michel

Nochmal eine kleine Foto-Runde mit Michel – im Anzug, Hemd und Fliege nach seiner Konfirmation.

Neue Lebensabschnitte beginnen so. Viele Dinge sind zu erlernen. Und einige werden immer abbremsen, im Wege stehen. Nur nicht irritieren lassen! Mache was draus!

Jede Begegnung im Leben ist wie ein Geschenk, auch wenn das einem im jeweiligen Moment gar nicht klar ist. Das jetzt und hier, und Dein Gegenüber…das Wichtigste in jeden Augenblick!

TB8_8501

Zeit – von der guten Sorte

Irgendetwas liegt manchmal vor den Füßen: Termine, Verpflichtungen, Meetings hier,  Mails dort, Infos früh, spät, am Wochenende und und und….

Was soll‘s! Man kann ja mal eben schnell….so geht das dann oft, ohne einfach mal „Stop!“ zu sagen!

Und was passiert dann? – also wenn „Stop!“ gesagt wird – Das Leben lächelt und schenkt Zeit – von der guten Sorte! Eine Zeit die da ist, gefühlt und erlebt wird. Zeit unabhängig von Outlook. Zeit, die die 25. Stunde zulässt, die Stunde außerhalb.

In Summe wird aus dieser Zeit dann ein Tag, Tage, Wochen…. Die Wichtigkeit im alten System verblasst und die Erkenntnis kommt, dass man da eh nur eine Reihenfolge von Bits und Bytes war, ohne Belang, ohne Wichtigkeit….eigentlich.

Und am Ende des Tages reicht am Abend dann Vino, ein gutes Gespräch und etwas Feuerschein….unterm Sternenhimmel!DSC_0286

Klarheit (II)

Da sitzt man nun an diesem sonnigen Sonntag, nach viel Vino am Vorabend und doch mit vielen lebendigen Gedanken jetzt!

Müsste ich die letzten Tage in ein Wort pressen – spontan würde ich mich für „Klarheit“ entscheiden.

Mal kein abgehobenes Fremdwort-Ejakulat – sondern eher das Ungetrübtsein eines transparenten Mediums….als physikalisch betrachtet. Auch die Philosophie macht sich Gedanken zur Klarheit. „Unsere einfachen Vorstellungen sind klar, wenn sie ebenso sind, wie die Gegenstände selbst, von denen man sie empfängt….“ – naja, das trifft die Situation doch ganz gut!

Ganz nebenbei war ich mal wieder mit Martina unterwegs – klar, dass wir ne gute Zeit hatten.

TB8_8392

Klar bis zum Horizont

Wie sehr doch mein Herzchen hüpft, wenn eine gute Shooting-Zeit verlebt wird. Zurückblicken können Chrissy und ich schon auf einige Fotomomente, auf brüchige und gute Zeiten.

Und jetzt hier bei klaren Himmel, weiten Horizont auf dem Deich stehend. Diese Momente….einladend!

Nicht zu bekommen was man will ist eine große Enttäuschung, eine schmerzhafte Erfahrung, aber wichtig.  Ebenso ist es aber auch eine Enttäuschung zu bekommen was man will. Deshalb, weil sich in den meisten Fällen nichts ändert, wenn man es dann hat. Das Glück fängt man so nicht ein….

Und so schaue ich noch auf den weiten Horizont, stelle mir vor diesen klaren Blick auch immer im Leben zu haben. Ein wundervoller Gedanke den zu erhalten es lohnt. Und so blieb ich noch etwas stehen.

TB8_8309

Klarheit

„Wie würde Dein Leben aussehen, was würdest Du im Leben tun, wenn überall Klarheit herrschen würde?“ Und was ist, wenn sie nicht da ist? Also die Klarheit?

Würde dann alles scheitern? Das Leben scheitern?

Die Frage trägt etwas wie einen zerstörerischen Virus in sich. Wir sind auf der Suche nach einer klaren Definition, einem bestimmt, eindeutigen Zustand. Diesen gibt es nicht! Als Physiker weiß ich wovon ich spreche…

Wenn aber das, was wir als Klarheit bezeichnen nicht in unserem Leben ist, dann versuchen wir sie umgehend zu finden, oder wir werden unglücklich.

Etwas läßt sich mal ganz allgemein feststellen: man kommt auf diese Welt, klein, nackt, scheisst die Windeln voll. Und irgendwann geht man von dieser Welt, vielleicht auch mit vollgeschissener Windel. Die Zeit dazwischen ist eine Aneinanderreihung von zufälligen Ereignissen, das Leben halt. Und ich denke, das ist die Klarheit.

 

DSCN1199